Das Land
Wie die Höhe die Wollqualität formt

Warum ist Hochlandwolle dichter als Flachlandwolle?
Schafe in den Hochebenen des Tian Shan sind extremen Bedingungen ausgesetzt: minus 30 Grad im Winter, plus 35 Grad im Sommer, UV-Strahlung auf 3.000 Metern Höhe. Die Natur reagiert mit einem Fell, das dichter, feiner und elastischer ist als bei Flachlandrassen.
Die Faserdichte kirgisischer Bergwolle liegt bei durchschnittlich 22 Mikron — vergleichbar mit feiner Merinowolle, aber mit einer natürlichen Kräuselung, die bessere Isolation bietet.
Welche Rolle spielt die Ernährung der Schafe?
Die Hochalmen (Jailoos) sind reich an wilden Kräutern und Gräsern, die im kurzen Bergsommer wachsen. Diese natürliche, vielfältige Ernährung beeinflusst die Wollqualität direkt: Die Fasern werden geschmeidiger und nehmen natürliche Farben besser an.
Schafe, die auf über 2.500 Metern grasen, produzieren Wolle mit bis zu 30% mehr Kräuselung als Flachlandrassen — das bedeutet bessere Isolation und mehr Elastizität.
Was bedeutet das für die Verarbeitung?
Hochlandwolle lässt sich besser filzen, besser weben und besser färben. Beim Nassfilz-Prozess, den Gulnara in Naryn anwendet, verbinden sich die gekräuselten Fasern fester miteinander. Das Ergebnis ist ein dichterer, haltbarerer Filz.
Auch beim Weben zeigt sich der Unterschied: Die Schals unserer Hochland-Wollkollektion fallen weicher und haben einen natürlichen Glanz, der bei industrieller Wolle nur durch chemische Behandlung erreicht wird.
Kann man den Unterschied fühlen?
Ja — sofort. Hochlandwolle fühlt sich weicher an, kratzt weniger und hat ein federndes Gefühl, das Flachlandwolle fehlt. Der einfachste Test: Ein Stück Stoff an die Wange halten. Qualitätswolle fühlt sich warm an, ohne zu kratzen.
Häufige Fragen
Merinowolle ist eine Rassekennzeichnung, Bergwolle beschreibt die Herkunft. Kirgisische Bergwolle hat ähnliche Feinheit wie Merino (ca. 22 Mikron), aber eine stärkere natürliche Kräuselung durch die extremen Höhenbedingungen.
Die Schafe produzieren weniger Wolle pro Tier, die Ernte ist aufwändiger (keine maschinelle Schur auf steilen Almen) und die Qualitätskontrolle erfolgt von Hand. Dafür hält ein Produkt aus Hochlandwolle deutlich länger.
Wolle ist generell nicht hypoallergen, aber feine Bergwolle mit unter 25 Mikron Faserdurchmesser löst deutlich seltener Hautreaktionen aus als grobe Wolle. Die natürlichen Lanoline der Bergwolle wirken zudem antibakteriell.
PJ Janowski
Gründer, ULU
PJ reist seit 2023 regelmäßig nach Kirgisistan und arbeitet direkt mit den Handwerkerfamilien zusammen, die hinter jedem ULU-Produkt stehen.
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